Elektronische Gesundheitskarte eGK: Kosten, Gebühren
Muss man für die elektronische Gesundheitskarte eGK Geld, Kosten, Gebühren zahlen?
Wenn man die elektronische Gesundheitskarte eGK das erste Mal erhält, muss man dafür keine Gebühren für die Ausstellung und den Versand der neuen Gesundheitskarte zahlen. Allerdings werden Kosten in Millionenhöhe durch die elektronischen Gesundheitskarten von den gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen geschultert.
Wie werden die elektronischen Gesundheitskarten finanziert?
Sowohl private Krankenversicherungen als auch gesetzliche Krankenversicherungen finanzieren sich durch die Beiträge der krankenversicherten Mitglieder. Das Geld für die elektronische Gesundheitskarte muss also durch die Hintertür (die Beiträge) gezahlt werden. Auch wenn keine Gebühren bei der Ausstellung der ersten Karte entstehen. Der Kassenverband gab die Kosten für die neuen Gesundheitskarten mit 139 Millionen Euro an. Doch die 139 Millionen Euro dürften nicht die einzigen Kosten sein, die eine private Krankenversicherung oder gesetzliche Krankenversicherung auf die Beiträge der Krankenversicherten abwälzt. Denn in diesem Betrag sind noch nicht die Ausgaben für Informationen an die Krankenkassenmitglieder enthalten. Und auch nicht für den Versand der neuen elektronischen Gesundheitskarten. Die Kosten für die Fotos zahlt das jeweilige Mitglied in einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung eventuell selbst.
Wer zahlt die Kosten für die Lesegeräte für die elektronischen Gesundheitskarten?
Auch die Anschaffung der neuen Lesegeräte für die elektronischen Gesundheitskarten kostet Millionen. Die Kosten von eventuell rund mehr als 150 Millionen Euro muss natürlich auch jemand zahlen.
Was kostet mich die neue elektronische Gesundheitskarte persönlich?
Wenn die neuen Gesundheitskarten nach Angaben vom Kassenverband mit 139 Millionen Euro zu Buche schlagen würden. Und diese auf rund 69,5 Millionen gesetzlich Krankenversicherte verteilt würden. Wären dies nur rund zwei Euro pro Gesundheitskarte für ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn private Krankenversicherungen die elektronische Gesundheitskarte eGK einführen, werden sich die Kosten für die reine Herstellung der elektronischen Gesundheitskarte, möglicherweise pro Mitglied ähnlich verhalten. Wenn die Fotos durch die Krankenversicherten selbst getragen werden, kommen beispielsweise noch die Kosten, die durch Informationen und den Versand der Karten entstanden sind hinzu. Pro Krankenversicherter in einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung möglicherweise rund ein Euro. Was dann mit grob ca. drei Euro auf die Beiträge der privaten Krankenversicherten und gesetzlichen umgeschlagen werden würde. Falls die Kosten für die Lesegeräte der neuen elektronischen Gesundheitskarten auch durch die Beiträge der in einer privaten Krankenversicherung und gesetzlichen Krankenkasse Versicherten getragen werden müssten (direkt oder durch Umwege) würden noch einmal rund zwei Euro hinzukommen. Berücksichtigt man keine weiteren Kosten könnten also eventuell rund fünf Euro pro gesetzliches Kassenmitglied und Mitglied in einer privaten Krankenversicherung entstehen. Kosten für die elektronische Gesundheitskarte in dieser Höhe könnten allerdings im Laufe dieser Jahre vielleicht schon durch Einsparungen wieder gut gemacht werden. Wenn nach ein paar Jahren eine neue elektronische Gesundheitskarte oder ein neues Lesegerät angeschafft wird, kommen weitere Kosten hinzu. Allerdings gibt es auch ganz andere Berechnungen für die Kosten in Verbindung mit der elektronischen Gesundheitskarte eGK. Die damalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ging auf der CeBIT 2004 von Einführungskosten in Höhe von 700 Millionen Euro bis hin zu 1 Milliarde Euro aus. Krankenkassen und Vertreter von Ärzten hatten sich wenige Monate später auf Eckpunkte für die Finanzierung der elektronischen Gesundheitskarte geeinigt. Veranschlagt wurden 1,6 Milliarden Euro Kosten. Wovon die Kassen den größten Teil übernehmen sollten. Allerdings war auch eine Beteiligung in Höhe von 600 Millionen Euro für Krankenhäuser, Apotheken und Ärzte vorgesehen. In einer anderen Studie aus dem Jahr 2009 wurden für einen Zeitraum von fünf Jahren die Kosten der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte auf 2,8 bis 5,4 Milliarden Euro beziffert.
Kosten von mehr als 14 Milliarden Euro für die elektronische Gesundheitskarte möglich?
Das ARD-Magazin "Monitor" berichtete im Juli 2009 davon, dass das Unternehmen, das für die Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte eingesetzt wurde, von einer Verdopplung der ursprünglich geplanten Kosten ausgeht. Der Pressesprecher der Firma Gematik, Daniel Poeschkens, äußerte gegenüber dem ARD-Magazin Monitor, dass man im schlechtesten Fall von einer vollständigen Funktionsfähigkeit erst in 8-10 Jahren ausgeht. Dabei könnten nach internen Szenarien die gesamten Kosten für die elektronische Gesundheitskarte eGK auf 14, 1 Milliarden Euro anwachsen.
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